[Rezension] Lost Girl von Sangu Mandanna

  • Autor : Sangu Mandanna
  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; (1. Juli 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473400807
  • ISBN-13: 978-3473400805
  • Empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
  • Originaltitel: The Lost Girl
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15 x 4,6 cm
  • Einzelband

Kurzbeschreibung

Die Eltern der Anderen haben ihre Erschaffung in Auftrag gegeben. Die Andere ist das Original, sie ist die Kopie. Alles, was sie tut, hängt von der Anderen ab. Und wenn sie sich nicht an die Regeln hält, ist ihr Leben in Gefahr.

Amarras Eltern lieben ihre Tochter so sehr, dass sie eine Doppelgängerin erschaffen lassen. Sie wächst abgeschottet von der Außenwelt auf und hat nur eine Bestimmung: die echte Amarra im Todesfall zu ersetzen. Darum muss sie wissen, was Amarra weiß; essen, was Amarra isst; lesen, was Amarra liest. Und obwohl sie nur lieben darf, wen Amarra liebt, verliebt sie sich Sean, einen ihrer Betreuer – ein lebensgefährlicher Verstoß gegen die Spielregeln eines grausamen Experiments … [Quelle: Amazon]

Bewertung

Über die englische Originalausgabe von Lost Girl bin ich bereits vor einiger Zeit auf einem anderen Blog gestolpert. Als ich das Cover der deutschen Ausgabe sah, konnte ich die beiden erst einmal nicht in Verbindung bringen trotz des selben Titels, denn die Covers könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Ich persönlich muss sagen, dass mir die Stimmung des Originalcovers viel besser gefällt. Dennoch geht es hier um den Inhalt und nicht um das Cover und der Inhalt kann in meinen Augen durchaus Überzeugen.

Im ersten Abschnitt des Buches lernen wir der Anderen kennen. Die Andere ist wie bereits in der Kurzbeschreibung zu lesen dazu da, Amarra eines Tages zu ersetzten, sollte diese einmal sterben. Um Amarra ersetzten zu können muss die Andere lernen was Amarra mag und wen sie kennt schließlich muss sie sich unter Umständen nahtlos in Amarras Leben einfügen. Das dies für die Andere nicht einfach ist, steht außer Frage, denn immerhin lebt auch sie ihr eigens Leben. Sie besitzt ihren eigenen Verstand und hat mit anderen Personen Kontakt. Dass die Andere auch noch hinter verschlossenen Türen lebt, in einem fremden Land, da Echos in Indien verboten sind erschwert die Situation auch noch. Was dem Leser klar sein sollte und nicht verwunderlich ist, ist das die Andere natürlich das Leben von Amarra übernimmt.

Hier hat Sangu Mandanna eine wunderbare Geschichte erfunden. Ich finde die Entwicklung von Amarra und Eva, wie sich die Andere selber nennt, ist vergleichbar mit eineiigen Zwillingen, auch diese sind genetisch gleich und haben die gleichen Vorrausetzungen, dennoch entwickeln sie sich anders, wenn sie in einem unterschiedlichen sozialem Umfeld groß werden. Klar ist, das Eva sich wehrt das Leben der anderen einzunehmen, zumal diese sie nicht einmal leiden konnte.

Auch wenn ich Eva nicht unbedingt sympathisch fand, konnte ich ihr verhalten durchaus verstehen. Denn eines der wichtigsten Merkmale die wir Menschen besitzen ist doch, dass wir einzigartig sind. Und genau dies versuch man hier Eva zu nehmen. Ihr Verhalten ist daher durchaus nachvollziehbar. Die Nebencharaktere sind hier zwar sehr gut gewählt nehmen aber keinen allzu großen Raum ein, da das Hauptaugenmerk hier auf Eva liegt.

Das Ende hat mir zwar nicht wirklich zugesagt, aber es war für mich überraschend, da ich es mir anders vorgestellt hatte. So konnte mich die Autorin zwar nicht ganz zufriedenstellen aber überraschen, was ja auch von Vorteil ist. Was mir hier ebenfalls noch sehr gut gefallen hat, war dass die Liebesgeschichte hier zwar auch vorhanden ist, aber nicht in einer Dreiecksbeziehung endet. Für Eva ist es ganz klar dass sie sich entscheiden muss, nur wie liegt natürlich bei ihr. Denkt sie an sich und ihre persönlichen Gefühle oder denkt sie an ihre Ausgabe?

Covervarianten______________________________________________

Fazit

Mit Lost Girl ist Sangu Mandanna ein sehr nachdenklicher Roman geglückt. An einigen Stellen fehlte es mir zwar an Spannung, dafür gab es an anderen Stellen genug davon. Hier wäre mir eine besser Verteilung lieber gewesen. Dennoch bietet die Geschichte hier viel Raum einmal über das Leben und die Einzigartigkeit eines jeden Menschen nachzudenken, was auch jeder nach dem Zuklappen des Buches einmal tun sollte. Ich freue mich, wenn die Autorin weitere Bücher schreiben sollte, denn Lost Girl ist ihr Debütroman. Von mir erhält das Buch 4 Belles mit einer tollen Geschichte und nur wenig Schwächen.

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