[Rezension] Eve & Caleb – Wo Licht war von Anna Carey (Eve #1)

  • Autor : Anna Carey
  • Broschiert: 299 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag (Januar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785571038
  • ISBN-13: 978-3785571033
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17
  • Originaltitel: Eve
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,8
  • Band 1 von 3

Kurzbeschreibung

Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst? Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie. Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen? Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen. [Quelle: Amazon]

Bewertung

Der erste Band der Eve Reihe war mir bereits Anfang 2012 ins Auge gefallen. Die Rezensionen der damaligen englischen Ausgabe gingen zwar ziemlich auseinander und obwohl ich bereits einige Dystopien gelesen hatte war ich sehr erfreut, dass ich erfuhr, dass das Buch in diesem Jahr auch auf deutsch erscheinen wird.

Beim Lesen hatte ich mich eher an den nicht allzu überschwenglichen Rezensionen orientiert, damit ich hier nicht mit allzu hohen Erwartungen heran gehe und ich glaube das war auch ganz gut so, denn auch wenn die Geschichte an sich ganz nett  ist, bietet sie nichts, was der Vielleser aus anderen Dystopien nicht schon weiß. Die Welt die Anna Carey erschafft hätte durchaus etwas ausführlicher beschrieben werden können, gerade was die Regierung angeht. Dafür nehme ich auch gerne ein paar Seiten mehr in kauf, denn für meinen Geschmack war Wo Licht war etwas sehr kurz. Hier haben andere Autoren es leider besser gemacht, so das der Anspruch beim Lesen etwas höher ist.

Wie einige andere Leser empfand ich es ebenfalls als sehr erfrischend, dass der Leser das Geheimnis hinter der Mädchenschule bereits sehr schnell erfährt, ohne sich viel damit aufzuhalten. Daher kommt die Handlung am Anfang mit der Flucht von Eve aus der Schule auch sehr schnell auf Fahrt, allerdings kann sich dann in meinen Augen die Spannung nicht mehr deutlich steigern, was hier wirklich schade ist. Ein weiteres kleines Manko waren die Charaktere selber. Eve erschien mir hier viel zu naiv und unscheinbar, obwohl sie doch die schlauste Schülerin war. Mag ja sein, dass man auf einer reinen Mädchenschule etwas eingeschränkt ist, was das Weltbild angeht, gerade dann wenn einem eingeredet wird, das die Männer draußen nur das EINE wollen, dennoch hätte ich hier ein bisschen mehr logisches Denken gewünscht. Caleb ist für mich zwar ein sehr netter und sympathischer Charakter, aber auch hier etwas zu gradlinig und die Beziehung zwischen Eve und Caleb ist mir ein bisschen zu unscheinbar. Was auf der einen Seite ja nicht schlecht ist, wenn sie nicht im Vordergrund steht, aber ein bisschen mehr Tiefgang hätte sie schon vertragen können.

Der Schreibstil von Anne Carey ist sehr flüssig zulesen, was sich meiner Ansicht nach hier sehr gut auswirkt, denn ließe sich das Buch etwas zäher lesen, hätte ich schnell die Lust am Lesen verloren, da mich die Handlung eben nicht ganz so überzeugen konnte. Wäre dann noch ein abgehackter oder übertrieben intellektueller Schreibstil hinzugekommen sehe die Bewertung wohl noch schlechter aus.

Wo Licht war bietet zwar nette Unterhaltung und ein paar schöne Lesestunden, aber es kann sich leider nicht aus der Masse der Dystopien heraus heben. Hierfür hätte sich Anna Carey schon etwas mehr einfallen lassen. Daher empfehle ich Dystopie Neulingen mit diesem Band anzufangen, bevor man sich den Highlight widmet [z.B. Die Bestimmung oder Starters]

Fazit

Leider konnte mich der erste Band nicht so sehr fesseln wie ich es erhofft hatte. Die Welt die Anna Carey erschaffen hat war zwar recht gut dargestellt, aber ich konnte mich leider nicht in Eve hineinversetzten. Ich mochte sie einfach nicht, da sie mir am Anfang einfach zu naiv war. Dennoch bin ich sehr gespannt auf den zweiten Band, da ich hoffe, dass sie hier noch reifen wird und der Grundgedanke hat mir sehr gut gefallen. Zum Glück muss man auf die Folgebände nicht zu lange warten, denn laut dem Loewe Verlag sollen diese in einem Abstand von einem halben Jahr erscheinen. Bleibt abzuwarten was mich im zweiten Band erwartet.

Die Reihe auf deutsch______________________________________________

Die Reihe auf englisch______________________________________________

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Eine Antwort zu [Rezension] Eve & Caleb – Wo Licht war von Anna Carey (Eve #1)

  1. Rica schreibt:

    Eine schöne Rezension! Du sprichst mir eigentlich völlig aus der Seele 🙂 ich habe gerade zwei positivere Rezensionen gelesen und dachte mir, dass sie in vielen Punkten recht haben, aber mit Deiner Meinung bin ich irgendwie „zufriedener“. Mal sehen, wohin die Reise noch geht 😀

    Lieben Gruß

    Rica

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