[Rezension] Die Erfindung der Violet Adams von Lev AC Rosen

  • Autor:Lev AC Rosen
  • Gebundene Ausgabe: 554 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960319
  • ISBN-13: 978-3863960315
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17
  • Originaltitel: All Men of Genius
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 5,2 cm
  • Einzelband
  • Leseprobe

 Kurzbeschreibung

London, 1883: Im Zeitalter des Fortschritts halten Erfindungen wie Luftschiffe und Roboter die Welt in Atem. Violet ist selbst ein Ingenieursgenie. Schon immer war es ihr Traum, am berühmten Illyria-Institut zu studieren. Aber das ist den Männern vorbehalten, da von jungen Damen in erster Linie erwartet wird, ihr hübsches Aussehen zur Schau zu stellen anstatt sich den Kopf über mathematische Formeln zu zerbrechen. Kurzerhand schlüpft Violet in die Rolle ihres Zwillingsbruders und wird an der Eliteschule angenommen. Ihr falsches Spiel bringt bald schon seine Tücken mit sich, vor allem, als sie den charmanten Grafen Ernest kennenlernt. Dazu gesellen sich noch größere Gefahren für Violet: In Illyrias geheimen Laboren treiben vom Ehrgeiz zerfressende Wissenschaftler ihr Unwesen. Die Gier nach Macht lässt sie vor nichts zurückschrecken

Bewertung

Gerade habe ich die letzte Seite dieses Schmöckers gelesen und das Buch mit einem tränenden Auge zugeklappt. Die Zeit in der U-Bahn mit diesem Buch war einfach wunderbar und nicht nur einmal bin ich leider eine Station zu weit gefahren, weil ich so in das Buch vertieft war. Ich muss sagen dies ist mir in letzter Zeit seltener passiert und spricht daher für die Spannung aber auch vorallem für den Inhalt des Buches.

Fangen wir aber ganz von vorne an. Wenn der Leser Die Erfindung der Violet Adams das erste Mal in den Händen hält wird er feststellen, dass es sich hier um einen Wälzer handelt, denn mit 520 Seiten und einem recht dicken Papier ist das Buch alles andere als ein Fliegengewicht. Nervenden Menschen in der U-Bahn kann man damit wunderbar eins überbraten, nur so am Rande. Die Aufmachung kann sich wie immer im INK Egmont Verlag wirklich sehen lassen. Die Farben gefallen mir dieses Mal wirklich gut und auch ohne den Schutzumschlag ist das Buch eine Augenweide.

Nun aber zum Inhalt. Eigentlich lässt sich die Erfindung der Violet Adams sehr schnell zusammenfassen. Violet ist ein wissenschaftlich begabtes Mädchen. Besonders liegt ihr die Mechanik und aus diesem Grund bastelt sie in ihrem kleinen Labor immer wieder gerne an kleinen Erfindungen. Doch ihr größter Traum ist es an der Illyria Akademie studieren zu dürfen, diese ist aber nur für Männer zugängig. Aus diesem Grund verkleidet sie sich als Mann und gibt sich als ihren Bruder Ashton aus. Begleitet wird sie von ihrem besten Freund Jack, der ihre wahre Identität kenn und mit ihr ein Zimmer teilt. In Illyria findet Violet nicht nur gute Freunde wie Toby und Drew, sondern begegnet auch dem Duke von Illyria, dem sie sich mehr und mehr hingezogen fühlt.

Die Erfindung der Violet Adams bietet eigentlich alles was sich mein Leserherz wünschte. Violet und ihr Bruder Ashton waren interessante Charaktere, welche von tollen Nebencharakteren umgeben sind. Es würde ein bisschen viel werden, wenn ich hier alle Name aufzählen würde. Insgesamt lässt sich jedoch sagen, das alle Charaktere interessant, sympathisch und liebenswürdig sind. Außer vielleicht zwei, aber Bösewichte muss es ja immer geben nicht wahr?

Es ist schwer näher auf die Handlung einzugehen und auf die Verbindung der einzelnen Personen ohne zu viel zu verraten, denn gerade das ich nicht wusste was mich erwartet und die vielen Beziehungskonstelationen haben das Buch so spannend. Außerdem war es wahnsinnig amüsant. Einzig und alleine das Ende war für mich etwas zu kurz. Es hatte den Anschein als viel dem Autor erst nach 490 Seiten ein, dass er ja noch ein Ende schreiben muss. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Ruhe gewünscht. So wirkte das Ganze etwas zu sehr gehetzt.

Fazit

Die Erfindung der Violet Adams war für mich eine wirklich Überraschung. Dieses Buch war erfrischend, witzig und einfach nur ein Lesevergnügen. Selten konnte ich so herzlich über die Dialoge der Protagonisten lachen. Besonders schön fand ich die vielen Facetten der Protagonisten und die doch recht eigenartigen Beziehungen zwischen Ihnen. Die Liebeleien in einer Seifenoper können oder besser gesagt müssen sich vor den doch recht komischen Beziehungen verstecken. Mag der Schreibstil am Anfang doch etwas der Zeit entsprechend etwas angestaubt wirken, so lässt kann sich der Leser an diesen schnell gewöhnen. Alles in Allem ist die Erfindung ein wunderbares Buch, dass wie ich auch hier wieder anmerken möchte auch vom männlichen Leserkreis gelesen werden darf. Von mir gibt es daher volle fünf Punkte und ich hoffe, dass ich in nächster Zeit weitere Bücher von Lev AC Rosen lesen darf.

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