[Rezension] Wir beide, irgendwann von Jay Asher & Carolyn Mackler

  • Autorin: Jay Asher & C. Mackler
  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: cbt (27. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492702635
  • ISBN-13: 978-3492702638
  • Originaltitel: The Future of Us
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4,8
  • Leseprobe

Kurzbeschreibung

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang …

Bewertung

Meine erste Begegnung mit Jay Asher hatte ich letztes Jahr mit seinem Buch Tote Mädchen lügen nicht. Bereits dieses Buch konnte mich für sich gewinnen. Umso mehr habe ich mich natürlich gefreut, als ich vom Verlag dieses tolle neue Buch von ihm zu gesendet bekomme habe. Ich muss sagen Wir beide irgendwann, kam im genau richtigen Moment bei mir an. Meine Leselust war irgendwie getrübt und Da half mir ein leichtes und witziges Buch wie dieses enorm wieder ein bisschen Papierduft einzuatmen.

Wie die Kurzbeschreibung bereits wunderbar beschreibt, erhält Emma an ihrem 16. Geburtstag von ihrem Vater, der zusammen mit seiner neuen Familie in einem anderen Bundesstaat lebt einen eigenen PC. Zusammen mit ihrem besten Freund Josh lockt sie sich ins Internet ein und landet auf eine merkwürdigen Seite namens Facebook. Am Anfang glauben die beiden noch, dass es sich hier um einen sehr gut gemachten Scherz handelt, doch nach und nach entdecken die beiden, dass es kein Scherz ist und geschockt durch die Informationen, die Emma über sich erfahren muss, nimmt sie ihr Leben in der Gegenwart selber in die Hand und verändert dadurch nicht nur ihre, sondern auch die Zukunft ihrer Freunde.

Die Vorstellung, dass ich mit 16 auf meine Facebookseite gelangt wäre, ist schon irgendwie witzig und ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgegangen wäre. Wahrscheinlich hätte ich genauso wie Emma sofort versucht meine Zukunft zu ändern. Sicherlich wäre mir aber genauso wenig wie Emma bewusst was ich damit anrichten würde. Mit viel Witz, aber auch wenigen ersten Momenten zeigt uns das Autoren Duo, was geschehen kann, wenn man nur kleine Dinge in seinem Leben ändert. Manchmal können nämlich diese kleinen Dinge großes bewirken.

Der Schreibstil ist auch hier dem Hauptpublikum, was in meinen Augen die Leser ab 13 sind durchaus angepasst. Er ist leicht und locker geschrieben und im Sprachstil der heutigen Jugend. Aber auch ältere Leser zu denen ich eindeutig gehöre können ihre Freude an diesem Buch haben , denn es existieren einfach Momente, an die sich die Jugendlichen von heute nicht erinnern können, da sie vor ihrer Zeit geschahen. So denke ich keiner der jüngeren Leser kann sich an die Anfänge des Internets erinnern. Hier hat gerade der etwas ältere Leser seine Freude, wenn er eine kleine Reise in die Vergangenheit erhält.

Mit Emma und Josh, sowie deren Freunde ist dem Autoren Duo eine sehr sympathische Clique gelungen. Die vier Protagonisten, die im Hauptblickfeld liegen sind freundlich, witzig und haben soweit wie es die Geschichte oder besser gesagt der Handlungspielraum des Buchs zu lässt ihren eigenen Charakter.

Was ich hier besonders schön finde ist, dass Wir beide irgendwann wirklich alles Lesergruppen ansprechen kann. Jung und alt, männlich und weiblich, denn auch wenn das Cover bestimmt keinem Jungen im Buchladen ins Augen stechen wird, dürfen auch hier die Jungs der heutigen Generation zugreifen, denn die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh geschildet, so dass es sich hier nicht nur um Mädchenkram handelt, sondern auch die Gefühle von Jungs thematisiert wird.

Fazit

Wir beide, irgendwann war ein wirklich nettes Buch. Es ließ sich wunderbar schnell lesen und es existierten einige Momente, in denen ich mich wirklich vor Lachen kringeln musste. Leider kam das manchmal in der U-Bahn nicht so toll, war mir aber egal. Es hat wirklich Spaß gemacht zusammen mit Emma und Josh zu sehen, wie sich ihre Zukunft durch kleine Entscheidungen in der Gegenwart verändern. Einzig und alleine das Ende war etwas vorhersehbar, auch wenn es der Leser nur so wollen kann. Wer also eine leichte witzige Geschichte sucht, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen. Einfach lesen genießen und sich in die gute alte Zeit des Internets zurückversetzen lassen. Oder wisst ihr noch wie sich das Einwählen ins Modem anhörte???

Für die Bereitstellung des Buches möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken

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