[Rezension] Dark Queen von Kimberly Derting (The Pledge #1)

  • Autorin: Kimberly Derting
  • Gebundene Ausgabe: 362 Seiten
  • Verlag: Ink; Auflage: 1 (8. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3863960173
  • ISBN-13: 978-3863960179
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 
  • Originaltitel: The Pledge
  • Band 1 von 3
  • Leseprobe
  • a

aa Kurzbeschreibung

In dem von Aufständen erschütterten Königreich Ludania bestimmt die Zugehörigkeit zu einer Klasse, welche Sprache du sprichst – oder verstehst. Wenn du vergisst, wo dein Platz ist, kennen die Gesetze der Königin keine Gnade. Allein auf den Blickkontakt mit gesellschaftlich Höhergestellten steht die Todesstrafe. Die siebzehnjährige Charlaina – kurz Charlie – versteht alle Sprachen, jeden Dialekt. Eine gefährliche Fähigkeit, die sie schon ihr ganzes Leben lang verstecken muss. Nur in den illegalen Clubs im Untergrund der Stadt kann sie das für kurze Zeit vergessen. Dort trifft sie den geheimnisvollen Max, der eine Sprache spricht, die Charlie noch nie gehört hat, und der beinahe ihr Geheimnis entdeckt. Und als die Rebellen die Stadt schließlich überrennen, ist er es, der erkennt, dass Charlie der Schlüssel für ihren Sieg sein könnte. Doch für wen wird Max sich entscheiden, für das Mädchen, das ihn fasziniert, oder für seine Königin?

Bewertung

Der Klappentext und die Idee, dass sich die verschiedenen Gruppen der Gesellschaft in Kimberly Dertings erster Dystopie anhand von Sprachen unterscheiden hatten mich von Anfang an begeistert. Für mich war klar ich muss den ersten Band von The Pledge lesen, und als dann die ersten nicht gerade guten Bewertungen auftauchten hat mich das nur noch neugieriger gemacht. Dennoch konnte ich es nicht vermeiden mit gemischten Gefühlen an das Buch zu gehen. Wird es mir gefallen oder würde ich die negativen Bewertungen zu sehr im Hinterkopf haben. Nun ich muss sagen es traf in diesem Fall beides zu. Um es gleich zu sagen, so schlecht fand ich das Buch nicht, aber es war auch kein Highlight. Abgesehen davon weiß ich durch die anderen Bücher von Kimberly Derting, dass sie ihren Figuren mehr Leben einhauchen kann.

Aber was war es dann was bei The Pledge nicht so funktioniert hat? Um ehrlich zu sein fehlte es in meinen Augen an einer ganzen Reihe von Dingen. Zum einen fehlte es mir an wirklich tollen Charakteren, mit denen man was anfangen kann, die man liebt hat, mit denen man mitleidet, aber leider fehlte mir das hier komplett. Charlie war für mich in keiner Weise ein Mädchen was mir sympathisch war und das lag noch nicht einmal daran, dass sie mir unsympathisch war, sondern eher, dass mir Kimberly Derting nicht genug Eigenschaften oder Informationen zu Charlie lieferte mit denen ich etwas anfangen konnte. Charlie blieb mir einfach zu farblos und genau so erging es mir auch mit allen anderen Figuren. Keine konnte sich in mein Herz schleichen. Manche Figuren handelten meiner Ansicht nach auch in manchen Situationen einfach unangemessen. Ich meine eine arrogante Zicke wird nicht auf einmal mal zum Lamm nur weil man ihr das Leben rettet. So eine 180° Drehung macht keiner durch.

Dann fehlte es dem ganzen an einer Menge an Spannung. Die Handlung hat zwar einige gute Momente, bei denen ich im Geiste ein kleines „Ahhhh“ von mir gegeben habe, aber wirklich unvorhersehbare Wendungen, die mich als Leser sprachlos zurück gelassen haben suchte ich leider vergebens. Die Fähigkeit die Charlie besitzt wird nicht weiter ausgebaut als in der Kurzbeschreibung schon beschrieben. Vieles wird einfach so hingenommen ohne näher darauf einzugehen. Wenn ich weiter bei der Story bleibe, muss hier auch angeführt werden, dass Kimberly Derting mit ihrer Idee eine schöne kleine Rose gepflanzt hat, aber sie durch ihre weitere Ideenarmut im Laufe der Geschichte doch leider hat verkümmern lassen. Viele Dinge legt sie dem Leser einfach so aufs Tablett, ohne dass dieser weiß was er nun damit anfangen soll. Ein paar ausführlichere Beschreibungen wären hier wirklich angebracht gewesen. So bleibt jedoch die Gesellschaftsstruktur und das ganze Gebilde ihrer Welt einfach nur farblos, dabei hätte man so viel daraus machen können. So aber kann sich The Pledge leider mit keiner anderen gut ausgearbeiteten Dystopie messen. Es bleibt leider ein fader Beigeschmack, als wenn der Verlag bei dem Frau Derting untervertrag ist von ihr verlangt hat eine Dystopie zu schreiben nur um auf diesen Zug aufzusteigen.

Positiv anzumerken ist hier auf jeden Fall der Schreibstil, der  wie von Kimberly Derting gewohnt sehr schön locker zu lesen war, was bei dieser farblosen Gestaltung der Handlung ein Glück ist. Der Lesefluss wird hier dem entsprechen nicht noch durch einen schweren oder komplizierten Schreibstil erschwert. Dafür sorgt die Handlung schon zu genüge. Erzählt wird die Handlung meistens aus der Sicht von Charlie, nur am Anfang beginnt die Geschichte aus dem Blickwinkel der Königin und dann wird auch für einen kurzen Moment aus Max ´s Sicht geschrieben. Meiner Meinung nach hätte man darauf aber ruhig verzichten können.

Besonders schön finde ich an dem Buch, dass der Verlag das Cover übernommen hat, denn mir gefällt es unheimlich gut und auch der Titel „Dark Queen“ ist gut gewählt, obwohl ich mir diese Dark Queen im Buch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Mit dem Untertitel konnte ich dagegen leider nicht viel anfangen, aber soweit ich das weiß bin ich da nicht die einzige.

 Fazit

 Mit Dark Queen kann Kimberly Derting leider nicht an den Erfolg ihrer Bodyfinder-Reihe anknüpfen, die Idee, die sich hinter Dark Queen ist wirklich toll, aber leider verschwendet Kimberly Derting dieses Potenzial durch blasse Charaktere und eine nicht gut ausgefeilte Story. Leider besitzen keine der hier eingeführten Personen so viel Charme wie Violet und Jay aus Bodyfinder. Sicherlich handelt es sich hier um zwei ganz verschiedene Themen, aber man weiß was Frau Derting schreiben kann und was sie hier nicht tut. Der erste Band von The Pedge war gut, aber Nichts im Vergleich zu anderen Dystopien die im Moment auf dem Markt sind. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt. Den zweiten Band werde ich dennoch lesen wenn er nächstes Jahr erscheint, da ich wissen möchte wie es weiter geht und was sich Kimberly Derting noch so ausdenkt. Das warten bis 2013 wird mir in der Zwischenzeit jedoch nicht schwerfallen.

Die Reihe auf deutsch____________________________________________

 

Die Reihe auf englisch___________________________________________

 

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2 Antworten zu [Rezension] Dark Queen von Kimberly Derting (The Pledge #1)

  1. Lena schreibt:

    Schöne Rezi, kann ich genau so unterschreiben 🙂

    • Sheerisan schreibt:

      Danke dir. Ich hatte ja eigendlich mehr erwartet. Dennoch bin ich gespannt was im zweiten Band auf uns wartet, weil ich mir schlecht vorstellen kann, um was es dann gehen wird. Und ehrlich gesagt hätte ich noch so viel mehr schreiben können, aber dann hätte ich hir wirklich den Rahmen gesprengt 🙂

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