[Rezension] Das Land der verlorenen Träume von Caragh O’Brien (Birthmarked #2)

  • Autorin: Caragh O’Brien
  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (20. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453267281
  • ISBN-13: 978-3453267282
  • Empfohlenes Alter: 14 – 16
  • Originaltitel: Prized
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 4,4
  • Band 2 von 3
  • Leseprobe
  • aaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Achtung !!! Da es sich hier um den zweiten Band der Birthmarked-Reihe handelt enthält diese Rezension unweigerlich Spoiler. Meine Rezension vom ersten Band findet ihr hier.

Kurzbeschreibung

Die sechzehnjährige Gaia Stone, eine junge Hebamme, muss aus ihrer Heimat fliehen, mit nichts als den Kleidern am Leib und ihrer neugeborenen Schwester im Arm. Alles wurde ihr genommen – sind doch ihre Eltern ermordet und die Liebe ihres Lebens verhaftet worden, und die zerstörte Welt, in der sie lebt, straft unbarmherzig jede Schwäche. Als ein Fremder sie mitten im Ödland vor dem Verdursten bewahrt, scheint sie zunächst gerettet. Doch das Dorf des Fremden nimmt Gaia erst die Schwester und dann auch noch die Freiheit. Verzweifelt und entmutigt gibt sie beinahe auf. Schließlich besinnt sich Gaia jedoch darauf, dass vor allem anderen das Leben zählt – und sie stellt sich ihrem Schicksal, ihrer Verantwortung für ihre Schwester und einer neuen, zarten Liebe …

Bewertung

Nachdem Gaia mit ihrer neugeborenen Schwester Maya aus der Enklave fliehen kann, wird sie fast am Ende ihrer Kräfte im Ödland  von einem Spähtrupp entdeckt und nach Sylum gebracht. Anders als in der Enklave haben hier die Frauen das Sagen. Angeführt wird die Schwesternschaft von Lady Olivia, der Matriarch in Sylum. Eigentlich wünscht man Gaia nach den Erlebnissen ein bisschen mehr Glück und etwas Ruhe, doch sicherlich kommt alles wieder einmal anders als man denkt und es geht auch sogleich spannend weiter.

Nun hatte ich das Glück, dass ich den zweiten Band gleich nach dem ersten Lesen konnte, doch ich denke selbst wenn man den ersten Band vor einem Jahr gelesen hat, kann man sich wieder schnell in die Geschichte hineinversetzen, gerade weil sie eine andere Richtung einschlägt und nicht auf die Geschehnisse der Enklave sonderlich aufbaut. Im zweiten Band befindet sich Gaia emotional ziemlich in einer Zwickmühle, denn die Methoden der Schwesternschaft gefallen ihr gar nicht und eigentlich möchte sie sich auch nicht brechen lassen, doch um ihre Schwester wieder zu sehen und tut Gaia fast alles um der Matriarch zu gefallen. Erst am Ende besinnt sich Gaia wieder darauf was wirklich wichtig ist und findet mit Hilfe von neuen Freunden und Leon wieder zurück zu neuer Stärke.

Wie auch im ersten Band ist die Darstellung der neuen Gesellschaft, die im starken Kontrast zur Enklave steht, sehr erschreckend und grenzwertig. Auch hier lässt sich wieder sehr viel diskutieren. Und hier ist mein Forscherherz sogar noch mehr ausgegangen. Für alle nicht Biologen hat Caragh O’Brien die biologischen Hintergründe sehr gut und vereinfacht dargestellt, so dass man die Hintergründe und sehr gut erfassen kann. Und gerade das macht den zweiten Band auch so spannend. Gaia wächst über sich hinaus und wird eine wirklich starke Person, die sich immer mehr zutraut. Einzig und alleine was ihre Gefühle den Männern gegen über an geht ist sie sich nicht sicher. Ich meine ist ja auch nicht einfach in einer Welt, wo 10 Herren auf 1 Lady stoßen. Es ist beinahe schon traurig mit anzusehen, wie sich Gaia zwischen drei wirklich sympathischen Männern nicht entscheiden kann. Auch wenn eine Vierecksbeziehung etwas zu viel des guten ist. Was die Gefühle also im ersten Band vermissen lassen, wird hier nachgeholt.

Wie auch beim ersten Band kann ich jedem nur empfehlen es sich gemütlich zumachen und das Buch hinter einander weg zu lesen, denn es ist ärgerlich, wenn man sich losreißen muss. Mir hat es einfach nur Spaß gemacht und ich bin schon sehr gespannt was mich als Leser im dritten Band erwartet.

Fazit

Auch wenn der zweite Band in eine andere Richtung geht, so ist er nicht weniger Lesenswert als der erste Band, im Gegenteil ich fand, dass der zweite Band sehr viel zum Nachdenken und Diskutieren anregen kann, sofern man dies denn gerne möchte. Das Land der verlorenen Träume bietet so viele Gedankenansätze, so dass dieses Buch vielleicht einmal Thema einer Ethikstunde in der Schule sein könnte. Leider muss ich nun bis zu bis zum nächsten Jahr warten. Leser, die die Reihe auf Englisch weiter lesen möchten müssen sich nur noch bis Oktober 2012 gedulden.

Mein Dank gilt dem Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

Die Reihe auf deutsch______________________________________________

Die Reihe auf englisch______________________________________________

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