[Rezension] Halo von Alexandra Adornetto (Halo #1)

  • Autorin: Alexandra Adoretto
  • Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
  • Originaltitel: Halo
  • Verlag: rororo (1. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499216000
  • ISBN-13: 978-3499216008
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 4,6 cm
  • Band 1 von 3
  • Leseprobe
  • a

 Kurzbeschreibung

In dem verschlafenen Ort Venus Cove scheint die Welt noch in Ordnung. Doch dunkle Mächte sammeln sich, immer öfter kommt es zu unerklärlichen Todesfällen. Bis eines Nachts drei Engel auf der Erde landen, vom Himmel gesandt, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Fasziniert vom Leben der Menschen, mischt sich Bethany, die jüngste und unerfahrenste der drei himmlischen Geschwister, unter die Schüler der Highschool– und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Schulsprecher Xavier. Doch ihre Liebe bringt die Mission der Engel in Gefahr, denn niemand darf über ihre eigentliche Herkunft Bescheid wissen. Und schlimmer als der Zorn des Himmels ist die Bedrohung durch das Böse, das bereits ein Auge auf Bethany geworfen hat …

Bewertung

»Wenn ich dich anschaue, sehe ich, dass meine ganze Welt in 165 Zentimeter passt«

Nach den vielen negativen Rezensionen vor allem von deutschen Lesern war ich auf den ersten Teil der Trilogie von Alexandra Adornetto sehr gespannt. Ist Bethany, die Hauptperson und Erzählerin der Geschichte wirklich so anstrengend und naiv wie es bemängelt wurde?

Genau diese Frage muss ich mit jein beantworten. Ich kann zwar verstehen, dass Bethany vielen Lesern nicht zugesagt hat, aber ich empfand sie als nicht ganz so nervig, denn ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie es ist als junger Engel aus einer Welt zukommen, die perfekt ist und nun in einer Welt zu landen, die  mit fremden Gefühlen und anderen Sitten so ganz anders ist als der Himmel. Man muss sich Bethany wie ein Kleinkind vorstellen, das erst einmal nur am lernen ist. Und wie viele Kleinkinder kann auch Bethany einem Manchmal nur den Kopfschütteln lassen. Dennoch kam ich damit ganz gut zurecht. Dies lag vielleicht auch an Xavier, dem netten und gut aussehendem Schulsprecher, in den sich Bethany natürlich auch gleich verliebt. Xavier ist zwar das Paradebeispiel eines perfekten Freundes und damit mehr als unrealistisch, aber zum Träumen ist er einfach der Wahnsinn.

Leider konnten neben Bethany auch ihre himmlischen Geschwister Ivy und Gabriel nicht sehr überzeugen, da diese sehr blass blieben, oder mir einfach nur unsympathisch waren. Auch von deren Handlungen auf der Erde erfährt man recht wenig, was daran liegt, das Halo aus der Sicht von Bethany erzählt wird, und diese so mit sich selber beschäftigt ist, dass alles andere unwichtig oder uninteressant erscheint. Dadurch bleiben leider viele gute Ansätze und Ideen auf der Strecke.

Aus diesem Grund bin ich immer noch auf der Suche nach einer Handlung. Leider werden hier zwar einige kleine Dinge zu den Aufgaben der drei Engel angerissen, doch diese werden nie richtig zu ende geführt. Einen richtigen roten Faden findet man hier vergeblich. Geschweige denn, dass man überhaupt einen Anfang findet, dabei wäre es in meinen Augen so einfach gewesen mehr Handlung einzufügen. Die Ansätze bestehen durchaus, aber sie werden nicht konsequent ausgeführt. Eher verirrt sich die Autorin in endlos langen Monologen der Hauptperson, die sich zwar ganz nett zu lesen lassen, aber doch etwas zu viel des Guten sind.

Zum Glück muss ich sagen, dass sich Halo wirklich sehr gut lesen lässt. Der Schreibstil von Alexandra Adornetto ist flüssig und auch die Dialogen konnten mich an einigen Stellen doch aufheitern, denn gerade Xavier ist ein humorvoller junger Mann, der immer eine lockere Antwort auf den Lippen hat. Ansonsten bleiben die Charaktere um Bethany herum sehr blass und auch der Handlungsort hätte ein bisschen mehr Farbe vertragen können.

Trotz aller hier angebrachten Kritikpunkte und wie ich festellen muss sind es während der Rezension da einige mehr geworden als ich gedacht habe, hat mich Halo gut unterhalten können. Ich konnte das Buch zügig durchlesen, was hier wirklich sehr angenehm war und ich bin gespannt auf den nächsten Band, denn ich bin wirklich der Meinung, das hier mehr Potenzial steckt, als es die Autorin bisher zeigt.

Was man außerdem nicht machen sollte, ist Halo mit anderen Büchern aus dem Bereich der Engel vergleichen, denn im Vergleich zu anderen Büchern kann Halo nur schlecht abschneiden. Meine Meinung ist grundsätzlich, dass man ein Büch für sich sehen sollte und nicht ständig Vergleiche zieht, dadurch nimmt man sich einfach die Lesefreude, da man der Autorin und dem Buch nicht gerecht werden kann.

Wer also eine Zuckerwatte-Teenager-Liebesbeziehung nicht austehen kann, der sollte von Halo lieber die Finger lassen, denn sonst werden sie am Buch kleben bleiben. entweder man liebt es oder man hasst es. Komischer Weise trifft bei mir keines der beiden zu. Außerdem empfehle ich Halo zu lesen, wenn man sich gerade in der richtigen Stimmung für soll eine zuckersüße Romanze befindet.

Fazit

Mit dem ersten Teil der Halo-Reihe kann Alexandra Adornetto vielleicht nicht jeden begeistern, jedoch werden sich auch hier so einige Fans finden lassen. Bethany mag vielleicht nicht immer leicht zu ertragen sein, aber auch sie hatte ihre Seiten die ich an ihr liebte und Xavier war mein Traumprinz, unrealistisch dafür aber um so traumhafter. Gerne hätte ich dem ersten Teil auch noch mehr Punkte gegeben, aber da die Handlung hier wirklich mehr als auf der Strecke bleibt (eigendlich konnte ich bisher kaum eine entdecken) bleibt es bei drei Punkten. Halo ist in meine Augen zwar kein Highlight, dafür aber ein nettes Buch für zwischen durch, dass sich im zweiten Band hoffentlich mehr Handlung aufweisen kann. Dies erfahren wir zum Glück bereits im November, wo der zweite Band auf deutsch erscheint.

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar beim Verlag bedanken.


Die Reihe auf deutsch______________________________________________

 

Die Reihe auf englisch______________________________________________

 

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