[Rezension] Rosendorn von Jenna Black (Faeriewalker #1)

  • Autorin: Jenna Black
  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: PAN (3. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426283506
  • ISBN-13: 978-3426283509
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15
  • Originaltitel: Glimmerglass
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 3,4 cm
  • Band 1 von 3
  • Leseprobe

 Kurzbeschreibung

„Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …“

Bewertung

Dana hat es nicht leicht in ihrem bisherigem Leben. Ihre Mutter ist Alkoholikerin und hat sie erst wieder einmal bei ihrem letzten Schulkonzert blamiert in dem sie betrunken auftaucht. Zu oft musste Dana schon die Schule wechseln und das Problem ihrer Mutter verbergen, doch nun soll endlich damit Schluß sein. Dana beschließt zu ihrem Vater zu ziehen, den sie vorher nie kennen gelernt hat. Das Einzige was sie weiß, ist dass er in Avalon lebt und unter den dortigen Feen einen hohen Einfluss besitzt. Dana ist durchaus bewusst, dass sie ein Halbblut ist, doch in Avalon angekommen entwickelt sich auf einmal alles anders als sie es sich vorgestellt hat, denn anstelle bei ihrem Vater zu landen, wird sie erst einmal von ihrer eigenen Tante entführt. Mit der Zeit fragt sich Dana ob ihre Entscheidung nach Avalon zu kommen eigendlich so gut war.

Nachdem mich bereits »Plötzlich Fee – Sommernacht« so begeistern konnte, kam mir die Veröffentlichung von Rosendorn ganz recht. Im englischen hatte ich Glimmerglass, so der Originaltitel, bereits seit längerem auf dem Radar, mich jedoch wegen der sprache nicht näher mit beschäftigt. Die deutsche Übersetzung kam mir da gerade recht. Wer denkt, Rosendorn sei ein Roman, der von netten kleinen Feen handelt hat sich getäuscht. Denn Rosendorn ist ein ernst zu nehmender Roman, der ernste Themen wie Alkoholismus und Rassentrennung in einer angemessenen leichten Form anspricht.

Mit Dana hat Jenna Black eine taffe und recht sympathische junge Heldin erschaffen. Sie ist selten auf den Mund gefallen und zum Glück wie ich finde nicht allzu naiv, was sich gerade für ältere Leser als vorteilhaft herausstellt. Mir ging sie so zum Beispiel nicht auf die Nerven. Das Grundgerüst auf dem Rosendorn aufgebaut ist, ist zwar nicht neu, aber mit der Idee von Avalon als eigenen Stadtstaat hat Jenna Black ein paar sehr interessante Momente in die Geschichte gebracht, die Rosendorn zu einem unterhaltsamen ersten Teil machen. Für den zweiten Band wünsche ich mir nun nur noch ein bisschen mehr Handlung und eine weiter Entwicklung der Charaktere.

Der Schreibstil hält sich der stark an der Sprache der heutigen Jugend. Ethan, der unwiederstehlich gut aussehende Feenjunge und Dana sind was ihre Sprüche und witzige Dialoge angeht nich auf den Mund gefallen, weshalb sich Rosensorn auch sehr gut locker lesen lässt. Ich für meinen Teil hatte das Gefühl, das der erste Band viel zu kurz war, obwohl er 400 Seiten lang war. Neben dem positiven Aspekt, das Dana kein naives kleines Dummchen ist, ist hier noch positiv anzumerken, dass sich Jenna Black im ersten Band mehr der Aktion und den Intrigen widmet als dem romantischen Dingen. Dennoch kann sich der Leser vorstellen, dass es zwischen Dana und Ethan in den nächsten Bänden durchaus erster wird.

Ein kleiner Kritikpunkt, ist bei unserer deutschen Übersetzung leider die Wahl des Titels, denn auch wenn Rosen einen nicht unwichtigen Aspekt in der Geschichte besitzen, kann ich die Wahl von Rosendorn nicht so ganz nachvollziehen, da passt Glimmerglass viel besser, zumal Dana auch in der deutschen Übersetzung durch das Glimmerglas hindurch sehen kann. Aufmersame betrachter werden sicherlich gemerkt haben , dass der Verlag das Originalcover nicht übernehmen konnten, da dieses bereits von einem anderen Buch aus dem Heyne Verlag verwendet wurde. Dennoch finde ich das neue Cover ansprechend, auch wenn die Farbe des Kleides nicht zu Dana passen.

Fazit

Der erste Teil der Faeriewalker – Trilogie ist zwar kein Meisterwerk, doch er bietet Unterhaltung für ein paar gute Lesestunden. Sicherlich hätte man noch einiges mehr aus der Geschichte machen können, was im zweiten Band auch sicherlich der Fall sein wird, so bleibt die Geschichte jedoch leider ein etwas kurzweiliges Vergnügen. Wer auf eine mutige Heldin und einen coolen  Feenjungen steht, der wird sich an Rosendorn erfreuen können. Mir hat der erste Band jedenfalls gefallen. Da der Pan – Verlag jedoch in Zukunft nicht mehr existiert, bleibt abzuwarten, ob die deutschen Leser auch in den Genuss des zweiten Bandes kommen werden. Ich hoffe es zumindest, denn ich möchte schon wissen, wie es weiter geht.

Ich möchte mich herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken

Die Reihe auf deutsch_______________________________________________

Die Reihe auf englisch______________________________________________

 

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Eine Antwort zu [Rezension] Rosendorn von Jenna Black (Faeriewalker #1)

  1. Stephie schreibt:

    Also mit den Originalcovern hat der US Verlag sich ja auch nicht besonders gut angestellt. Das erste gefällt mir gut, aber die anderen passen ja mal überhaupt nicht dazu.

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