[Rezension] Meeresflüstern von Patricia Schröder (Meeres – Trilogie #1)

  • Autor: Patricia Schröder
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Coppenrath, Münster; (Januar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3649603195
  • ISBN-13: 978-3649603191
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 15
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15,2 x 4 cm
  • Band 1 von 3
  • Website zur Trilogie
  • Leseprobe

Kurzbeschreibung

Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken.

Bewertung

Eigentlich hatte ich mir meinen letzten Abend in Lübeck anders vorgestellt, irgendwie intimer.

Gibt es die Liebe auf den ersten Blick auch bei Büchern? Anscheinend schon, denn bereits als ich Meeresflüstern in den Händen hielt hatte ich mich hoffnungslos verliebt. In das Cover, besonders in das schöne und kraftvolle Blau und in das bezaubernde Lesebändchen, welches blau mit Silberfäden durchzogen ist. Daher hatte ich Elodie, die Hauptfigur und Erzählerin der Geschichte, sofort ins Herz geschlossen. Elodie ist am Anfang ein Mädchen, dass man einfach nur ins Herz schließen kann. Sie ist nicht das typische hübsche, naive Mädchen, sondern etwas eigen. Besonders ihre Angst vor Wasser und wie sich diese Angst bewerkbar macht war sehr lustig.

Obwohl Meeresflüstern mein erstes Buch von Patricia Schröder ist, weiß ich, dass sie bereits vorher Bücher mit sehr ernsten Themen verfasst hat. Und so wundert es auch nicht, dass sie einigen ihrer Charaktere hier ein bisschen mehr Tiefe, Ecken und Kanten verleiht. So leidet Ashton, ein Junge aus Elodies neuem Freundeskreis am Tourette-Syndrom, dieses heikle Thema wird hier zwar nicht übertrieben dargestellt, sondern Ashton gehört einfach dazu und ist ein wirklich liebenswerter Charakter.

Außer Ashton existieren in Meersflüstern natürlich noch andere sympathische Personen, wie zum Beispiel Elodies Großtante. Wieder andere Personen sind mystisch und obwohl man immer die Hoffnung hat zu erfahren was sich hinter ihrer Person verbirgt, spannt Patricia Schröder einen im Laufe des Buches immer wieder auf die Folter. Abwechslungsreich finde ich in Meeresflüstern, dass hier die Jungen endlich mal die Fabelwesen darstellen und nicht immer die Mädchen als Meerjungfrau oder Nixen hinhalten. Außerdem bedient sich die Autorin in Meeresflüstern nicht dem klassischen Mythos der Meerwesen, sondern erschafft sich ein eigenes Meervolk, dass sicherlich Teile anderes Meeresbewohner vereint, aber nicht kopiert wird. Um es etwas moderner auszudrücken, Patricia Schröder hat sich nicht einfach der Copy- und Paste- Taste bedient. Oder habt ihr schon einmal etwas von einem Nix gehört? Ja !!! Gut ich auch, dass es aber Delphin- und Hainixe gibt wusste ich bisher noch nicht.

Nach dem tollen Beginn fällt die Spannung von Meeresflüstern zur Mitte hin zwar leider etwas ab, aber nur um dann wieder in einer einzigen Explosion von Geschehnissen zu enden. Am Ende wird der Leser mit neuen Informationen nur so überhäuft und ich wurde zu meinem Leidwesen mit noch mehr Fragen zurück gelassen als beantwortet wurden. Und ohnehin merkt man erst am Ende wie viel Potenzial noch in dieser Geschichte steckt. Wie schon bei so vielen anderen Trilogien passiert es auch hier wieder, dass Meeresflüstern ein Auftaktband darstellt, der den Leser langsam in die Geschichte einführt und dann mit vielen Fragen und dem Gefühl nach mehr zurück lässt.

Wie bereits erwähnt wird der größte Teil der Geschichte von Elodie aus der Ich-Perspektive erzählt. Die Schreibweise von Patricia Schröder hat mir dabei sehr gut gefallen. Sie war locker und leicht zu lesen. Für meinen Geschmack an manchen Stellen zwar zu jugendlich, aber immerhin sollen Jugendliche auch die Hauptzielgruppe und daher kann ich darüber hinweg sehen. Auch die Liebe, der Elodie begegnet war mir dann zu viel des guten. Ich bin ehrlich gesagt kein Fan von unsterblicher Liebe, vor allem wenn man den anderen bisher nur im Traum gesehen hat. Würdet ihr für ein Traumwesen, was auf einmal vor euch steht eurer Leben lassen? Ehrlich gesagt bezweifle ich dies und Elodie wirkte in diesem Punkt dann doch wieder sehr naiv auf mich. Vielleicht würde ich es anders sehen wenn ich auch noch 17 wäre, aber so war mir dieser Part dann doch etwas zu schwach. Dies ist auch ein Grund warum ich dem ersten Band keine 5 Punkte geben kann.

Fazit

Für mich war Meeresflüstern ein wirklich toller Auftaktband. Wer sich an dem jugendlichen Stil der Geschichte nicht stört und über die kleinen Längen in der Mitte des Buches hinweg sehen kann, dem wird Meeresflüstern gefallen. Obwohl ich wirklich angetan war von der Geschichte und mir Elodie sehr ans Herz gewachsen war, konnte ich dennoch keine 5 Punkte vergeben, denn leider lässt erst das Ende deutlich werden wie viel Potenzial noch in der Geschichte steckt und es bleiben eine Menge an Fragen offen. Ich warte also bereits gespannt auf die Fortsetzung, da uns der erste Band leider mit einem doch Recht offenen Ende zurück lässt. Am Ende kann ich nur hoffen, dass sich der Verlag beim Cover der weiteren Bände ebenfalls so viel Mühe gibt.

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken bei

Die Reihe_________________________________________________________

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4 Antworten zu [Rezension] Meeresflüstern von Patricia Schröder (Meeres – Trilogie #1)

  1. Pia schreibt:

    Ich glaube, das fasse ich auch mal ins Auge 🙂 Tolle Rezension aufjedenfall!

  2. nicole schreibt:

    Hallo 🙂

    Eine wirklich schöne rezi. Ich finde auch, dass das Cover einfach nur ein Traum ist und freue mich schon, wenn es bei mir im Regal steht *.*
    Übrigens sind deine Bewertungsicons einfach nur der Hammer. Darf ich dich fragen wo du die her hast? Die sind so was von genial 😉

    LG Nicole

  3. nina wittkemper schreibt:

    ich lese auch meeresflüstern weis aber nicht wann die fortsetzungen erscheinen werden das cover hat mich auch sehr beeeindruckt aber ich glaube das von meeresrauschen ist nicht so das vocer wie von meeresflüstern wieviee bücher bücher gibt es denn davon? gruß nina

  4. nina wittkemper schreibt:

    zu viele tipfehler nina

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