[Rezension] The Sign – Nur zu deiner Sicherheit von Julia Karr (XVI #1)

  • Autorin: Julia Karr
  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: cbt (12. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • Buchformat: Taschenbuch
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16
  • Originaltitel: XVI – Bd. 1
  • XVI (XVI #1) 2011
  • Truth (XVI #2) 2012
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,6 x 4,6 cm
  • Leseprobe

Kurzbeschreibung

Nina Oberon ist 15 Jahre und wie alle Mädchen wird sie an ihrem 16. Geburtstag das Tattoo erhalten, mit dem sie offiziell ein Sexteen ist. Als Sexteen ist es jeden erlaubt mit ihr Sex zu haben. Doch anders als die meisten Mädchen hat Nina vor diesem Tag Angst, denn sie möchte noch gar keinen Sex. Aber außer das der Tag der Tätowierung näher rückt hat Nina noch ganz andere Sorgen, denn als ihre Mutter bei einem Attentat stirbt, liegt es an ihr sich und ihre Schwester vor Ed, dem Freund ihrer Mutter und dem Vater ihrer Schwester zu schützen. Doch wie kann sie Ed aufhalten und was meinte Ihre Mutter damit, das ihr leiblicher Vater noch am Leben ist? Nina beginnt an der Regierung zu zweifeln.

Bewertung

Ich sah zu den AV-Bildschirmenauf, in der Erwartung, den neusten Spot in Sachen Schulmode für Sechzehnjährige zu sehen.

Eigentlich hatte ich mich so auf das Buch gefreut. Die Geschichte versprach spannend zu werden und ich dachte, dass eine Gesellschaft in der Sex ab 16 legalisiert wird eine interessante Basis bietet. Doch leider fingen meine Probleme mit Julia Karrs Debüt schon gleich am Anfang an, denn ich hatte unheimlich Probleme mit den Vornamen. Sicherlich wird es hier jedem anders ergehen und ich hoffe, dass nur ich mich so anstelle, aber weder mit Nina konnte ich etwas anfangen noch mit den anderen Namen der Protagonisten die meistens auch noch sehr kurze Namen hatte, als da wären Ed (der Freund von Ninas Mutter), Dee (Ninas Schwester), Sal (ein Junge aus Ninas neuer Schule) oder Wei ( eine Freundin in Ninas neuer Schule). Auch das Nina ihre Mutter mit Vornamen angeredet konnte nicht gerade zur Besserung beitragen, sondern führte dazu, dass ich eine Distanz sowohl zu Nina als auch zu ihrer Mutter aufbaute.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Persepektive, also von Nina selber. Aus diesem Grund bekommt der Leser natürlich eine Menge von Ninas Gedanken mit.  Leider drehen sich Ninas Gedanken für meinen Geschmack zu viel um das Tattoo, Sex und Ed. Außerdem bleiben einige Personen dadurch etwas blass, obwohl sie sehr interessant sein können. Neben den sich ständig vielen Wiederholungen von Ninas Ängsten, viel es mir am Anfang schwer der Handlung zu folgen. Besonders am Anfang fügt Julia Karr viele neue Begriffe ein, die nicht sofort erklärt werden. Manchmal folgt die Erklärung erst einige Seiten später, was dem Leser durchaus Schwierigkeiten bereiten kann.

Leider mussten im Verlauf der Geschichte zu viele hausgemachte Probleme von Nina gelöst werden, so dass die eigentliche Handlung etwas in den Hintergrund gedrängt wurde. Obwohl das Ende dann etwas an Spannung gewann war ich vom Finale dann doch enttäuscht, da sich das Problem zu schnell löste.

Emotional konnte mich The Sign wenig berühren. Ninas Gefühlen waren mir leider völlig fremd. Sicherlich bietet The Sign einige emotionale Höhepunkte, die sich aber nur greifen lassen, wenn man keine Distanz zu den Protagonisten aufgebaut hat so wie ich. Ich hoffe andere Leser kann Ninas Schicksal mehr bewegen als mich. Sicherlich war dies bestimmt auch Julia Karrs Absicht. Nicht umsonst schreibt man ein Buch aus der Sicht der Hauptprotagonistin.

Am Ende bleibt eigentlich nur zu sagen, dass Julia Karr mit The Sign ein durchaus lesenswerter Auftakt gelungen ist, denn die Gesellschaft die sie aufbaut bietet noch eine Menge an Potenzial, die hier leider durch Ninas Probleme noch etwas zu sehr vernachlässigt wird. Das Ende des ersten Bandes bietet hier wirklich ein tolles Sprungbrett um Ninas Welt besser kennen zu lernen. Ich für meinen Teil bin froh, dass die Handlung im zweiten Band sicherlich einiges an Spannung zu nimmt. Zwar kann ich hier leider nicht mehr als drei Punkte vergeben, aber ich werde den zweiten Band auf jeden Fall lesen. Eben weil ich noch einiges an ungenutztes Potenzial in der Story sehe. Es bleibt zu hoffen, dass Julia Karr meine Erwartungen dann auch erfüllen kann.

Fazit

Von den Charakteren her konnte mich The Sign leider nicht fesseln. Dennoch sehe ich in der Darstellung der Gesellschaft noch einiges an Potenzial, dass zum Teil bereits gut dargestellt wurde. Den zweiten Band werde ich mir aus diesem Grund nicht entgehen lassen, auch wenn ich mich nicht unbedingt auf ein Wiedersehen mit Nina freue. Wen die Namen und die doch recht unreife Darstellung der Figuren nicht stört, den kann Julia Karrs Debüt durch aus gefallen.

Ich möchte mich herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken bei

Die Reihe auf deutsch________________________________________________

Die Reihe auf englisch________________________________________________

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