[Rezension] Godspeed – Die Reise beginnt – Beth Revis (Across the Universe #1)

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Dressler (August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3791516760
  • ISBN-13: 978-3791516769
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 4,2 cm
  • Originaltitel: Across the Universe
  • Across the Universe (Across the Universe #1) 2011
  • A Million Suns (Across the Universe #2)  2012
  • Untitled (Across the Universe #3) 2013
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3 cm

Kurzbeschreibung

Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der „Godspeed“. Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkammer wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der „Godspeed“ auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen?

Bewertung

»Lass Mom als Erste gehen«, sagte Dad.

Wie in der Kurzbeschreibung bereits erwähnt beginnt das Buch damit, dass die 17-jährige Amy sich zusammen mit ihren Eltern einfrieren lässt, um für die nächsten 300 Jahre, die Reise auf der Godspeed im Kälteschlaf zu verbringen, bis sie auf der Zentauri-Erde landen, und dort eine neue Welt aufbauen. Doch während der Reise geht etwas schief und Ami erwacht 50 Jahre zu früh aus ihrem Kälteschlaf. Es stellt sich heraus, dass ihre Kältekammer einfach abgeschaltet wurde und sie nur durch viel Glück von Junior und dem Doc gerettet wurde. Natürlich ist Amy alles andere als Glücklich nun getrennt von ihren Eltern zu sein. Und nicht nur dass, die Menschen auf der Godspeed sind ihr gegenüber nicht gerade freundlich gesinnt, denn sie ist anders als die Bewohner der Godspeed und wie der Älteste Junior gelehrt hat, ist Andersartigkeit eine der drei Ursachen für Unfrieden. Und diesen kann die Besatzung der Godspeed nicht gebrauchen. Doch Junior ist fasziniert von Amy und hinterfragt sich immer mehr was sich hinter den Geheimnissen der Godspeed verbirgt und was ihm der Älteste verheimlicht. Gemeinsam mit Amy geht er der Sache auf den Grund.

Bereits mit dem Einfrierungsprozess am Beginn der Geschichte, der nichts für schwache Nerven ist, konnte mich Beth Revis fesseln. Zwar hatte ich im mittleren Teil einen kleinen Hänger, aber zum Ende hin nahm das Buch noch einmal richtig fahrt auf und ich kam auf Grund der Ereignisse nicht mehr aus dem staunen heraus. Zwar waren einige Teile des Plotes vorhersehbar, aber es gab noch genügend, mit dem Beth Revis mich in Erstaunen versetzte und gerade das Ende fand ich erschrecken und gleichzeitig auf verstörend.

Im Grunde lässt Beth Revis hier wirklich kein Thema aus, im Bezug darauf, was uns Menschen aus macht. Gerade zum Ende hin, musste ich mich selber fragen, ob es vertretbar ist, wie die Menschen auf der Godspeed leben. Leider würde ich hier zu viel spoilern, wenn ich dies erklären würde, deshalb kann ich jedem nur empfehlen es selber zu lesen. Auch wenn die Handlung vielleicht stellenweise noch in den Kinderschuhen steckt, immerhin handelt es sich ja hier um einen Auftakt einer Trilogie, spricht Beth Revis viele Themen an, über die man im Ethikunterricht stundenlang diskutieren könnte.

Die Charaktere faszinierten mich auf unterschiedliche Weise, während mir Amy sehr gut gefiel und ich sie sympathisch fand, verursachte der Älteste ein richtiges Antipathie-Gefühl bei mir. Es ging nicht anders, aber ich musste ihn einfach verabscheuen. Leider blieb mit Junior etwas von seiner Charakterentwicklung her etwas zu blass. Ich hoffe dies ändert sich im zweiten Teil etwas. Selbst die Nebencharaktere wie Harley sind mir ans Herz gewachsen.

Beth Revis Schreibstil liest sich wunderbar fließend und einfach, wodurch man schnell voran kommt. Das Buch selber ist immer wieder in Kapitel aufgeteilt, die abwechselnd aus der Sicht von amy und Junior erzählt werden. Ich selber finde diesen Erzählstil toll, weil sie einem ermöglicht die Gefühle der erzählenden Person besser zu verstehen. Außerdem komme ich den Protagonisten so immer viel näher und kann auch besser mit ihnen fühlen.

Ich hoffe meine Rezension ist nicht zu chaotisch geraten, aber meine Gedanken sind im Bezug auf dieses Buch doch recht verwirrend. Ich hoffe es geht dennoch einigermaßen.

Einer meiner größten Kritikpunkte liegt bei Godspeed nicht in der Handlung des Buches, sondern dieses mal in der Umsetzung des Covers der deutschen Ausgabe. Leider gefällt mir das Cover hier weniger gut. Das grün des Covers trifft in keinster Weise meinen Geschmack, und wenn man die beiden Personen schon so deutlich hervor hebt, dann hätte sich der Verlag hier um eine korrekte Darstellung bemühen können, in dem sie den männlichen Part an Juniors Hautfarbe hätten anpassen müssen. Außerdem bin ich kein Freund davon, wenn Personen umbenannt werden. Im Original heißt Junior nämlich Elder und der Älteste Eldest. Ist in dem Sinne im deutschen der Ältere (Junior) und der Älteste bleibt der Älteste, aber hätte man die beiden Namen nicht als Eigennamen übernehmen können. Ich habe irgendwie eine Aversion gegenüber Junior. Aber gut, ich habe den Name einfach überlesen.

Fazit

Beth Revis hat es geschafft, mich bis zur letzten Seite zu fesseln, zwar haben mir ein paar Einzelheiten nicht gefallen, so dass ich keine vollen 5 Punkte vergeben kann, und ich erwarte auch nicht sehnsüchtig die Fortsetzung, weil ich immer noch am überlegen bin, wie es nach so diesem Ende weiter gehen soll, aber ich werde die Fortsetzung lesen, sobald sie voraussichtlich im Herbst 2012 erscheinen wird. Es interessiert mich doch stark wie es mit Junior und Amy weiter geht. Was erwartet sie auf der weiteren Reise mit der Godspeed?

Wer sich übrigens selber einmal auf der Godspeed umschauen möchte der kann dies auf dieser Website tun. http://acrosstheuniversebook.com/. Folge den Spuren von Amy und Junior und erforsche die Godspeed auf eigene Faust.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Die Reihe auf deutsch

Die Reihe auf englisch

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Eine Antwort zu [Rezension] Godspeed – Die Reise beginnt – Beth Revis (Across the Universe #1)

  1. Melanie S. schreibt:

    Danke für die schöne Rezension und nein, sie ist nicht zu chaotisch geworden. Mir gehts da auch oft wie dir, dann mir schwirren so viele Gedanken zur Geschichte durch den Kopf und das halbwegs zu ordnen ist gar nicht mal so einfach.
    Ich hab noch die englische Ausgabe hier liegen und wollte die eigentlich schon längst gelesen haben, aber naja. Hoffentlich komme ich trotzdem bald dazu, vielleicht noch bevor die Fortsetzung erscheint *g*
    liebe Grüße, Melanie

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