[Rezension] Nephilim (Die Chroniken der Schattenwelt, #1) von Gesa Schwartz

  • Broschiert: 602 Seiten
  • Verlag: Lyx; Auflage: 1 (7. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3802584570
  • ISBN-13: 978-3802584572
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 4,8 cm
  • Dies ist Band 1 der Chronik der Schattenwelt
  • Leseprobe Jetzt reinlesen [283kb PDF]

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Kurzbeschreibung

Der junge Nando lebt bei seiner Tante in Rom. In einem Traum erscheint ihm ein geheimnisvoller Fremder, der ihn zu sich ruft. Kurz darauf gehen merkwürdige Veränderungen mit dem Jungen vor: Er entwickelt plötzlich übermenschliche Fähigkeiten und wird von einem gefährlichen Schattenwesen verfolgt, das ihm nach dem Leben trachtet. Nur um Haaresbreite kommt Nando mit heiler Haut davon und macht eine unglaubliche Entdeckung: Er ist ein Nephilim, und damit nicht genug: Er ist der Sohn des Teufels. Luzifer will sich Nandos Kräfte zunutze machen, um die Tore zur Hölle zu öffnen und sich zum Herrscher über die Welt der Menschen aufzuschwingen. Um dieses Schicksal abzuwenden und sein Leben zu retten, hat Nando nur eine Chance: Er muss sich der Finsternis stellen.

Bewertung

Eigentlich finde ich es selber schade, dass ich nicht so gut darin bin meine eigene Inhaltsangabe zum Buch zu schreiben, weil ich immer Angst habe zu viel zu verraten. Auf der anderen Seite finde ich es aber nicht schlecht, denn so habe ich die Möglichkeit die Kurzbeschreibung etwas besser zuerklären. Daher möchte ich auf zwei Dinge in der Inhaltsangabe, die dieses Mal wirklich nicht schlecht ist, eingehen. Erstens wird einem hier suggeriert, dass Nando auf einmal mehrere übermenschliche Fähigkeiten entwickelt, dabei ist es nur eine, die auch nur versehentlich geschah. Zum anderen entdeckt nicht er selber dass er ein Nephilim und der Sohn des Teufels ist, sondern es wird ihm gesagt. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Dennoch möchte ich noch ein bisschen mehr zum Inhalt sagen. Nachdem Nando als auf der Flucht vor dem Schattenwesen ist, ein wirklich übler Geselle, kann er mit Hilfe des Engels Antonio in die Schattenstadt flüchten. Hier erhält er die Möglichkeit in der Akademie der Nephilim seine Kräfte unter Kontrolle zu bekommen und auszubilden. Doch als Sohn des Teufels hat es Nando nicht leicht, denn die Bewohner der Schattenwelt sind ihm gegenübern nicht gerade freundlich gesinnt, machen doch sie ihm dafür verantwortlich, dass die Engel immer wieder die Nephilim jagen und töten nur um des Teufelssohn zu vernichten. Außerdem können sie immer noch nicht vergessen wie der vorherige Teufelssohn ein tödliches Feuer in ihre Stadt brachte. Als hätte Nando nicht schon genug damit zu tun sich selber vor den Verlockungen Lucifers zu schützen, machen es ihm seine Klassenkameraden nicht gerade leicht. Nur der Glaube von Antonio und Morpheus, sowie das Vertauen von der Dshinna Kaya helfen Nando sein Schicksal zu bewältigen.

Seit längerem schon wollte ich ein Buch von Gesa Schwartz lesen und da es mit den ersten beiden Teilen von Grimm bisher nicht geklappt hat, war ich sehr froh nun den ersten Teil der Chronik der Schattenwelt. Da Geschichten um Engel und Lucifer im Moment angesagt sind, konnte auch ich mich nicht davor verschließen. Und wie soll ich sagen, schon die ersten Seiten konnten mich in Ihren Bann ziehen, denn Glücklicherweise, dauerte es bei Gesa Schwartz nicht erst 100 Seiten, bis Nando das weiß, was wir bereits seit dem Lesen des Klappentextes wissen. Hier wird der Leser gleich nach 50 Seiten Einführung mitten ins Geschehen geschleudert. Für mich war das wirklich angenehm.

Der Schreibstil hat mich hier sehr gut gefallen. Gesa Schwartz hat eine unheimlich wundervolle Weise ihre Welt zu beschreiben. Auf der einen Seite war ich fasziniert von Ihrer bildhaften Beschreibung, was dazu führte, dass ich mich in die Schattenstadt regelrecht verliebt hatte so detailgetreu konnte ich sie mir vorstellen, doch auf der anderen Seite war es im Mittelteil des Buches ein bisschen zu viel des guten und ich musste eine kurze Lesepause einlegen, damit ich mir das Buch selber nicht verderbe. Ich weiß nicht genau woran es lag, aber im Mittelteil verlor ich ein bisschen an Leselust, die zum Ende des Buches vollständig verschwand und mich zum weiter lesen zwang. So ein fulminantes und aufregendes Ende hatte ich schon seit langem nicht mehr.

Vielleicht lag die Leseflaute auch an der Entwicklung von Nando, denn über mehrere hundert Seiten zweifelt der Junge an sich selber und zerfließt manchmal in Selbstmitleid, so dass ich in einigen Situationen am liebsten im am Kragen gepackt hätte um ihn kräftig zu schütteln und ihm zu sagen, dass er sich mal zusammen reißen soll. Die Selbstzweifel wurden wirklich erst auf den aller letzten Seiten besser. Obwohl ich mit Nando dementsprechend teilweise meine Probleme hatte, muss ich sagen, dass sich Gesa Schwartz tolle Charaktere für Ihre Geschichte aus gesucht hat. Während ich am Anfang einige Charaktere nicht ausstehen konnte, wie zum Beispiel Noemi, die Nando das Leben in der Akademie zur Hölle gemacht hat, so konnte man sie am Ende nur gern haben, nachdem sie selber gemerkt hatte was für einen Fehler sie doch beging.

Ich weiß nicht was ich für eine Geschichte erwartet hatte, vielleicht ein bisschen mehr Romantik oder Liebe, aber Gesa Schwartz ist ganz ohne diese beiden ausgekommen und ich muss sagen sie haben mir nicht wirklich gefehlt, klar hätte ich mir gewünscht, dass Noemi und Nando nach den anfänglichen Schwierigkeiten zusammen gekommen wären, aber vielleicht kann ich ja im nächsten Band darauf hoffen. Ansonsten konnte mich einige Szenen wirklich schocken und doch gleichzeitig faszinieren.

Fazit

Trotz einiger Längen und der teils sehr ausschmückenden Beschreibung, die mich manchmal doch gelangweilt hat, so dass ich das Buch nicht in wenigen Tagen genießen konnte, habe ich mich gut unterhalten gefühlt und besonders das fulminante und sehr erschreckende Ende konnten mich dann doch noch überzeugen, so dass ich von meinen anfänglichen drei Punkten auf vier Punkte erhöhen konnte und gespannt bin wie es mit Nando, Noemi und den anderen Nephilim weiter geht.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares


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