[Rezension] Das Herz des Abwun von E.M. Jungmann

  • Autorin: E.M. Jungmann
  • Titel: Das Herz des Abwund – Die Reise I
  • Taschenbuch: 353 Seiten
  • Verlag: EPIDU (Oktober 2011)
  • Erschienen: 19.10.2011
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942584107
  • ISBN-13: 978-3942584104
  • Preis: 13,90 EUR
  • Buch kaufen

aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Kurzbeschreibung:

Freiheit beginnt mit Verantwortung … Sie hat alles verloren: ihre Heimat und ihre Familie. Ellen aus Dachnat-Kgenmar ist noch ein junges Mädchen, als sie ihr Elternhaus verlassen muss, um fortan bei den gefürchteten Drachenköpfen, den Kgenmar, zu leben. Diese wurden einst von ihrer Gottheit, dem Abwûn, auf die Erde gesandt, um die Menschen zu beherrschen und anzuleiten. Seit vielen Jahrhunderten verbreiten sie nun Angst und Schrecken unter der Bevölkerung. Als Ellen schließlich mit dem Obersten der verhassten Kreaturen den Bund der Ehe eingehen muss, vollzieht sich ein Wandel. Die große Prophezeiung nimmt ihren Lauf. Doch es gibt auch Neider. Wird es gelingen, in Frieden zu vereinen, was seit jeher durch Hass und Misstrauen auf beiden Seiten entzweit ist? Viel Blut wird fließen, doch dies ist erst der Anfang …

Bewertung:

„Das Blut ließ sich nicht fortwaschen, so sehr Ellen es auch versuchte. Ihre Hände waren schon wund und vom eiskalten Wasser halb erfroren.“

Elle aus Dachnat-Kgenmar ist 11 als sie Ihr Elternhaus und das Leben mit ihrer Mutter hinter sich lassen muss. Die nächsten 10 Jahre Ihres Lebens lebt sie als Gehilfin bei den beiden Schneider Kgenmar um dort zu arbeiten und das Handwerk zu erlernen. Die beiden behandeln sie gut, und Elle wird eine sehr gute Schneiderin, bis sich Ihr Leben eines Tages schlagartig verändert. Sie wird in den Cubus gebracht, dort wo der oberste der Kgenmar lebt. Bisher kam niemand mehr von dort zurück. Doch anders als hier Ihr Leben zu lassen wird Elle mit dem Sohn des Herschers verheiratet und soll an seiner Seite gemeinsam Herschen. Doch nicht nur Elle selber kann der Verbindung nichts Positives abgewinnen, hat sie doch selber von klein auf gelernt die Kgenmar zu hassen, auch unter den Kgenmar gibt es Gegner und es dauert eine Weile bis Elle sich eingestehen muss, dass sie den Mann an Ihrer Seite liebt, doch es scheint bereits zu spät zu sein.

Gelesen habe ich das Buch im Rahmen der Aktion Blogg dein Buch. Vom Cover her hätte es mich im Buchladen ehrlich gesagt nicht angesprochen, und auch vom Klappentext hätte ich es mir persönlich nicht gekauft, aber ich muss sagen, dass ich doch sehr froh bin das Buch lesen zu dürfen, denn Frau Jungmann hat eine wirklich schöne Geschichte entworfen, die einige Überraschungen und vorallem in meinen Augen sehr tiefe Gefühle zu bieten hat. Dabei geht es im Herz des Abwun weniger um die Welt die die Autorin geschaffen hat, was ihr, auch wenn sie diesen Aspekt nicht ganz auspielt, recht gut gelungen ist, sondern viel mehr um die Gefühle der Protagonisten. Und die Gefühle hat Frau Jungmann in meinen Augen sehr gut dargestellt und beschrieben, so ist mir Jhad Alan der zukünftige Herrscher der Kgenmar sofort ans Herz gewachsen, weil er mit viel Geduld und Einfühlvermögen versucht hat, Elles Vertrauen zu gewinnen.


Sicherlich hat auch dieses Buch seine kleinen Schwächen, so war mir das Ganze gerede um den bedingungslosen Glauben zum Abwun teiweile zu viel des Guten, aber ich denke das lag auch daran, dass ich persönlich mit Glauben nocht viel anfangen kann und es mir aus diesem Grund latent auf die Nerven gegangen ist.

Vom Schreibstil her war das Buch sehr angenehm zu lesen. Die Sätze sind nicht sonderlich lang, und auch die schmückende Beschreibung, die andere Bücher auszeichnet entweder von Orten und Personen ist hier nicht ganz so deutlich, aber das tat dem Lesegenuss in meinen Augen keinen Abbruch. Die Autorin verstand sich sehr gut darauf mit ihrem Stil treffent und nicht all zu ausschweifend dem Leser erzählen zu können was sie sich vorgenommen hatte. Daher wirkt die Story in meinen Augen auch nicht in die Länge gezogen.

„Die Schneider grinsten breit. Davon und von der Störrigkeit des Fadens herausgefordert nahm sie dessen anderes Ende, befreite es von den dunklen Erdkrumen, flüsterte: „Nun geh doch da rein!“ und hielt es vor die Nadel, wie um ihm zu zeigen, was sie von ihm wollte. Das Fadenende stellte sich auf. Es bog sich, als sehe es sich um. Plötzlich stieß es von selbst durch das Nadelöhr. Staunend betrachtete Ellen das kleine Wunder. Dann sah sie zu den Schneidern – und erschrak. Fassungslosigkeit stand in ihren Blicken.

Fazit:

Ich muss sagen, dass ich sehr erstaunt war über das Buch. Sicherlich wird daraus kein Bestseller, aber ich finde Autoren wie Frau Jungmann sollten durch solche Projekte wie Epidu mehr Chancen oder zumindest Aufmerksamkeit erhalten. Mich konnte das Buch bereits schon nach wenigen Seiten beeindrucken. Dies lag vorallem daran, dass ich nicht wusste was mich erwarten würde. Sicherlich hatte das Buch auch ein paar kleine Schwächen, aber das lag mehr an meinem Geschmack und ich möchte dem daher hier nicht so viel Raum geben. Eine sehr schöne Geschichte, die berührt und die zeigt, dass  Liebe über alle Grenzen gehen kann, wenn man toleranter ist.

Ich bedanke mich bei und  für das Buch

Über die Autorin:

E.M. Jungmann wurde am 21. Mai 1969 nahe München geboren. 1983 zog es sie ins Schwabenland. Beruflich ist sie als IT-Systembetreuerin tätig. Das Eintauchen in Geschichten hat sie seit jeher fasziniert. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie Artikel für die Schülerzeitung. Anfang zwanzig schrieb sie bereits an ihrem ersten Roman. Ihre Inspiration holt sich die Autorin aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. So ließ sie sich für ihren Roman »Das Herz des Abwûn« vom politischen Weltgeschehen zur Jahrtausendwende, aber auch stark vom ersten Teil der Johannesoffenbarung beeinflussen. Es ist ihr wichtig, dem Leser etwas zu geben, das nachwirkt. »Wenn ich Dinge gesagt bekomme, wie dass eine meiner Geschichten so berührt hat, dass sie den Leser ergreifen konnte, bedeutet mir das sehr viel.« Ihre schriftstellerischen Vorbilder reichen von Arthur C. Clarke über Akif Pirinçci bis hin zu den Strugatzki-Brüdern. E.M. Jungmann veröffentlichte bei EPIDU einen Auszug ihres Romans »Das Herz des Abwûn«. Nach kurzer Zeit schaffte es das Werk, eine breite Leserschaft zu begeistern und wurde unter die besten Romane gewählt. E.M. Jungmann lebt und arbeitet derzeit in Stuttgart. [Quelle: Blog dein Buch]

Dieser Beitrag wurde unter 4 Belle, Rezensionen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu [Rezension] Das Herz des Abwun von E.M. Jungmann

  1. Stefan Brandt schreibt:

    Mit Interesse habe ich deine Rezension gelesen um ander Meihnungen zu dem Roman kennen zu lernen. Ich fand den Roman auch sehr lesenswert. Meine persönliche Rezension könnt ihr euch gerne auch anschauen unter:
    http://www.terablog.de/2011-12/buchrezension-das-herz-des-abwun-die-reise-ein-lesenswerte-fantasy-roman

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s