Rezension – Ein Licht in der Dunkelheit von Stephanie Rose

  • Taschenbuch: 285 Seiten
  • Verlag: Machtwortverlag; Auflage: 1 (Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867610673
  • ISBN-13: 978-3867610674
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 1,8 cm

Kurzbeschreibung:

Vor Tausenden von Jahren siegte das Licht über die Dunkelheit, doch nun schickt sich diese erneut an, die Macht an sich zu reißen. Cal entdeckt, dass er zur damaligen Zeit schon einmal gelebt hatte, um als einer der sieben Wächter ein mächtiges Wesen zu beschützen. Als er im Wald auf ein Mädchen trifft, das sein Gedächtnis verloren hat, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Ihm wird klar, dass es nun seine Aufgabe ist, die anderen Wächter zu finden, um die Dunkelheit erneut aufzuhalten. Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der das Mädchen langsam seine Erinnerung wiederfindet und immer deutlicher merkt, dass ihm eine Schlüsselrolle in dem bevorstehenden Kampf zugedacht ist…

Bewertung:

Schönes Cover bedeutet nicht gleich tolle Story. Das musste ich in diesem Fall leider feststellen. Gestoßen bin ich auf dieses Buch über die Künstler Community devinatART. Hier hatte ich das Bild des Covers in seiner Originalversion gesehen und hier fand ich auch den Link zur Autorin. Die Kurzbeschreibung las sich für mich auch gut, so dass ich mir dachte, es schadet ja nichts der Autorin eine Chance zu geben. Lehrten einen doch manche Autoren, dass Erstlingswerke nicht immer schlecht sein müssen. Als das Buch dann bei mir ankam, hatte ich es erst einmal lange im Regal zu stehen, da ich es immer vor mir hergeschoben habe, vielleicht weil ich ahnte was mich erwartete.

Cal, ein kleiner achtjähriger Junge findet bei einem Spaziergang im Wald ein Mädchen, mit schneeweißem Haar, dass nicht mehr weiß wo es her kommt. Freundlich wie Cal ist, nehmen er und seine Schwester das Mädchen, das sie Sky nennen, mit zu sich nach Hause und freunden sich schnell mit ihr an. Mit dem erscheinen von Sky, erhält Cal seine Erinnerung zurück und weiß, dass er ein Wächter ist und die Aufgabe hat mit Hilfe von Sky die anderen sechs Wächter zu suchen und so macht er sich mit Sky, seiner Schwester und Sedyr, der ebenfalls ein Wächter ist auf eine gefährliche Reise …

Sicherlich kann ich hier nicht erwarten, dass vor mir ein sprachlich ausgereiftes Buch vliegt, aber der Schreibstil war für mich so schrecklich, dass mir dabei die Lesefreude genommen wurde. Die Sätze waren einfach gestrickt, kurz und teilweise so verwirrent, dass ich gar nicht wusste was ich gerade gelesen hatte. Die Charaktere konnten mich in keinster Weise von sich überzeugen, so dass ich auch keinen Zugang zu ihnen hatte und Ihr Handeln mir meist unklar blieb, ich meine wie kann man jemanden innerhalb von nur ein paar Stunden so lieb gewinnen, dass im blindlings vertraut. Die Story war an manchen Stellen für mich so unrealistisch, dass ich den Kopf geschüttelt habe. Ziemlich schnell weiß Sky wer sie ist, aber keiner darf es wissen und die jenige, die es rausbekommt, sagt natürlich auch nichts. Klar handelt es sich hier um Fantasy, aber fantastisch war hier für mich nur wenig, auch wenn einem mit Einhörner und den Hyrn, Vögel ähnlich eines Greifen, Fabelwesen begegnen.

Ich möchte euch gerne einen kleiner Auszug zeigen, damit Ihr eine Vorstellung davon bekommt, was ich mit unrealistisch meine:

S. 130-131 … Die Vorhersagen seiner Schwester waren bisher immer eingetreten, so schrecklich diese auch sein mochten. „Ich muss die Wächter warnen, sie brauchen mich jetzt“, flüsterte sie schließlich etwas ruhiger. „Die Wächter? Du meinst diese Legende? Warum du?“ Ellias sah sie verwirrt an. „Ich bin ein Teil von ihnen. Ich bin ein Wächter“ Ellias stockte der Atem. Seine Schwester, ein Wächter? „Gut…“ Er wandte den Blick von ihr ab und starrte in den Himmel. „Du weißt wo sie sich befinden, nehme ich an… Ich werde dich begleiten. Pack deine Sachen, ich rufe die Hynk und bitte sie um Hilfe“

Die Tatsache, dass das kleine Mädchen urplötzlich weiß dass sie ein Wächter ist, und dann der Bruder, der einfach so sofort aufbrechen will, war mir einfach zu platt und es fehlte jegliche Tiefe. Wäre das Buch mit 11,95 nicht doch recht teuer gewesen, und hätte ich keine Rezension schreiben wollen muss ich zugeben, dass ich es bereits nach der Hälfte abgebrochen hätte. Schade, denn durch einen schöneren Schreibstil, der nicht so abgehackt und verwirrent gewesen wäre hätte man aus der Story einiges heraus holen können.

Fazit:

Gerne gebe ich jungen deutschen Autoren eine Chance, war ich doch in einigen Fällen positiv überrascht. Hier jedoch nicht. Auch wenn die Story an einigen Stellen gute Ansätze bietet, blieb für mich der Lesegenuß aufgrund des Schreibstils so sehr auf der Strecke, dass ich mich regelrecht ans Ende quälen musste. Ich werde leider kein Buch mehr von dieser Autorin lesen, sofern sie denn ein zweites eines Tages schreiben sollte und dies nicht nur ein Amateurbuch bleiben sollte, als nichts anderes sehe ich es. Hier vergebe ich 1,5 von 5 Möhrchen. (Mehr Infos zur Autorin)

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