Rezension – Wo Drachen sind von James A. Owen

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: cbj (26. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570130150
  • ISBN-13: 978-3570130155
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 15 Jahre
  • Originaltitel: Here, There Be Dragons
  • Serie: Band 1 von bisher 5 und geplanten 7

Kurzbeschreibung:

Ein rätselhafter Mord bringt in einer düsteren Nacht während des 1. Weltkriegs in London drei junge Männer zusammen: John, Jack und Charles. Ein seltsamer Fremder namens Bert eröffnet ihnen, sie seien von nun an die Erben und neuen Hüter der Imaginarium Geographica, eines Atlas’ all der Länder, die in Mythen, Legenden und fantastischen Geschichten je beschrieben wurden. An Bord des »Indigo-Drachen«, eines lebenden Drachenschiffs, nimmt Bert sie mit in eine nie geahnte andere Welt – ins Archipel der Träume. Aber zerstörerische Mächte bedrohen das Schicksal des Archipels. Gemeinsam müssen John, Jack, Charles und Bert Gefahren bestehen, die sie an die Grenzen ihrer Kräfte bringen – aber auch zu den Geschichtenerzählern reifen lassen, als die man sie später kennen wird. (Quelle: Amazon.de)

Bewertung:

Das Buch fängt damit an, dass sich die drei jungen Männer, John, Jack und Charles an dem Mordschauplatz des Professor Sigurdsson kennen lernen. Das einzige was zu diesem Zeitpunkt ist dass sie alle Oxfort-Männer sind und den Professor mehr oder weniger kannten. John, Jack und Charles, dass sind John R.R. Tolkien, C.S. Lewis (Jack) und Charles Williams. Zwei der Herren werden die meisten kennen, so schrieb Tolkien den Herr der Ringe und Lewis die Chroniken von Narnia, und als genau so etwas ließt sich das Buch auch, als eine Mischung aus Herr der Ringe, die Chroniken von Narnia und 20.000 Meilen unter dem Meer. Owen bedient sich in seiner Geschichte aus so vielen anderen Märchen und Erzählungen, dass es für meinen Geschmack eindeutig zu viel war. Sicherlich muss man dem Autor zu gute halten, dass die drei Schriftsteller in seiner Geschichte noch sehr jung sind, und ihre Werke mit denen sie berühmt werden noch nicht existieren, da sie sie hier ja erst erleben, aber erwachsene Leser wie ich dürften sich etwas gelangweilt fühlen. Jüngere Leser werden sicherlich Ihre freude daran haben, besonders wenn sie noch nicht alle Märchen kennen und hier neues entdecken. Angesehen davon, das ich hier eine Nacherzählung von vielen Märchen vorgefunden habe, konnte ich mit den Charakteren in keinster Weise warm werden. Erstens waren mir drei Hauptpersonen zu viel und zum anderen bleiben alle Personen sehr oberflächlich und lassen daraus resultieren Tiefgang in ihrer Persönlichkeit vermissen. Dadurch konnte ich mich als Leser mit keinen der Charakteren identifizieren.

Der Schreibstil ist wie für ein Jugendbuch nicht anders zu erwartet leicht und man kommt mit dem lesen schnell voran, obwohl ich sagen muss, dass es am Anfang nicht leicht war zu wissen, wer von den Drei jetzt gerade zu Wort kommt und es den Lesegenuss etwas gemidert hat.

Was ich hier mit gutem Gewissen als positiv bewerten kann, ist die Aufmachung des Buches, besonders das Cover, welches mich eigendlich zum Kauf animiert hat, leider kann man auf den Bildern den metallischen Glanz auf dem Cover nicht sehen. Innen sind die Seiten vor jedem Kapitel immer mit einem Bild passent zur Szene des Kapitels versehen.

Fazit:

Leider konnte der erste Teil von „Die Chroniken der Imaginarium Geographica“ in keinster Weise überzeugen. Mir persönlich hat sich der Autor ein bisschen zu viel des Guten aus anderen Märchen bedient. Sicherlich gibt es auch andere Autoren die sich aus Märchen bedienen, es jedoch verstehen eine ganz eigene Welt zu erschaffen, hier jedoch ist dies meiner Meinung nach nicht gelungen. Manchmal können Kinderbücher ja auch Erwachsenen gut gefallen, aber hier empfehle ich, das Buch wirklich von Kindern ab 10 lesen zu lassen. Zu meinem Leidwesen musste ich den zweiten Teil gleich mit kaufen und werde ihn deshalb noch lesen. Leider kann ich nicht mehr als 2 von 5 Möhrchen vergeben und weiß jetzt auch, warum die Reihe von cbj nicht fortgesetzt wird.


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