Rezension – Neva von Sara Grant

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: PAN (14. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 9783426283486
  • ISBN-13: 978-3426283486
  • ASIN: 3426283484
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
  • Originaltitel: Dark Parties

Kurzbeschreibung:

Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr … (Quelle: Amazon)

Bewertung:

Nachdem ich die letzte Seite des Buches gelesen hatte, musste ich erst einmal durchatmen und meine Gedanken sammeln, denn die Darstellung von Sara Grants „Heimatland“, erinnert einen doch stark an die Zeit, als die DDR noch existierte. Obwohl das Ganze in der Zukunft spielt, war die Geschichte nichts neues, denn dass sich ein Land von einem anderen abgrenzt gab es schon einmal, hier war es jedoch keine Mauer, sondern eine Protektosphäre, die wie eine Glocke über Heimatland liegt, auch dass die Regimgegner verfolgt werden ist nichts neues und doch schafft es Sara Grant die Geschichte noch ein bisschen auszubauen und etwas neues zu schaffen. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 16-jährigen Neva, die gerade mit Ihrer Freundin Senna eine Urkunde überreicht bekommen hat, die sagt, dass sie nun erwachsen sind. (Hat sich außer mir schon jemand gefragt, warum in Dystopien immer das Element des Erwachsenseins so eine große Rolle spielt?). Dadurch, dass wir die Geschichte durch Nevas Augen sehen, sind wir Ihr natürlich sehr nah, und wissen auch sehr gut über Ihre Gefühle bescheid. Leider geraten meiner Meinung nach die anderen Charaktere etwas in den Hintergrund. So lässt sich teilweise nur schwer nachvollziehen, warum die beiden männlichen Charaktere, Ethan und Brayton so handeln wie sie handeln. Besonders die Beweggründe von Brayton bleiben einem dadurch leider verschlossen.

Leider bediehnt sich die Autorin auch hier dem üblichen Muster. Ein Teenager der am Anfang still und brav ist, was in diesem Fall daran liegt, dass Nevas Vater in der Regierung arbeitet, lehnt sich mehr und mehr gegen das Regim auf und wächst dabei über sich hinaus. Die Geschichte kommt leider nur langsam in fahrt und daher überschlagen sich die Ereignisse am Ende des Buches so sehr, dass ich am Ende eine kleine Verschnaufpause brauchte. Sprachlich war das Buch gut zu lesen. Besonders durch die Dialoge zwischen den einzelnen Personen und den Gedankengängen von Neva lies sich das Buch schnell und angenehm lesen.

Was mir persönlich an der Aufmachung des Buches sehr gut gefallen hat, war das Cover, welches mir persönlich besser gefällt als dass der englischen Ausgabe. Zwar wird bei beiden Versionen, die Schneeflocke als Thema aufgegriffen, welche im Buch eine Rolle spielt, aber mir ist das englische Cover einfach zu dunkel. Hier muss ich sagen hat sich der PAN-Verlag bei der Covergestaltung wieder einmal viel Mühe gegeben.

Fazit:

Neva ist eine nette Geschichte, die junge weibliche Leser begeistern kann. Jungs dürfen das Buch natürlich auch lesen, aber meiner Meinung nach ist es für einen Jungen nicht leicht sich in die Gefühle von Neva und Senna hineinzu versetzen, so dass Ihnen die Geschichte doch etwas zu langatmig ist. Mich hat die Story gut unterhalten und nachdenklich zurück gelassen. Es war zwar kein neuer Meilenstein meiner Ansicht nach, aber ein gutes Buch für vergnügliche Lesestunden. Am Ende sind mir Neva, Senna und ihre Eltern so ans Herz gewachsen, dass ich mir auch gut eine Fortsetzung vorstellen könnte.  Ich vergeben 3 von 5 Möhrchen.

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