[Rezension] Die Enklave von Ann Aguirre

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Blanvalet; Auflage: 1. (16. Mai 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442268125
  • ISBN-13: 978-3442268122
  • Originaltitel: Razorland
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3,4 cm
  • Enclave (Razorland #1) 2011
  • Outpost (Razorland #2) 2012
  • Horde (Razorland #3) 2013

 

Inhalt:

„Ich wurde während des zweiten Holocaust geboren. Man erzählte uns Legenden von einer Zeit, in der die Menschen länger lebten; ich hielt sie für nichts weiter als Gerüchte. In meiner Welt erreichte niemand auch nur das vierzigste Lebensjahr.“ (erster Satz aus dem 1.Kapitel)

Die Hauptprotagonistin des Buches ist die ca. 15-jährige Zwei, die wir an dem Tag Ihrer Namensgebung kennen lernen. Zwei lebt in einer uns nicht näher beschriebenen Zukunft in der die Menschen unter der Erde in kleinen Enklaven leben. In diesen Enklaven spielt sich der Alltag immer gleich ab. Jeden Tag geht es darum genug Nahrung zufinden, um die Enklave versorgen zu können. Da Zwei eine Jägerin ist, muss sie mit Ihrem Partner Bleich dafür sorgen, das sie genung Fleisch finden und die Enklave vor den Feinden, hier am Anfang des Buches Freaks genannt schützen. Um einen Ihrer Freunde zu schützen nimmt Zwei die Schuld eines Verbrechens was sie nicht begangen hat auf sich und wird aus der Enklave verbannt. Gemeinsam macht sie sich mit Bleich, der Zwei nicht alleine lassen wollte, auf den Weg an die Oberfläche und erlebt ihr größtes Abenteur.

Bewertung

Mit „Die Enklave“ hat Ann Aguirre einen schönen Auftaktband geschrieben, der wohl den Großteil der Leser ab ca. 15 Jahren, begeistern kann. Am Anfang hatte ich etwas Probleme mich in die Story einzufinden, weil die Sprache für mich ungewöhnlich war. Ann Aguirre schreibt nicht gerade malerisch, sondern Ihre sprache wirkt kühl und ist nur auf das nötigste reduziert. Wer hier lange und ausschmückende Beschreibungen sucht, der wird sie leider nicht finden. Dennoch muss ich sagen, dass ich, nachdem ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, diesen als sehr autentisch empfunden habe und er dann doch angenehm und vor allem schnell zu lesen war. Die Ordnung in der Enklave hat Frau Aguirre uns gut dargestellt, in dem sie die Mitglieder der Enklave in verschieden Gruppen eingeteilt hat. So gibt es hier den Anführer der Enklave, der in diesem Fall das älteste Mitglied der Enklave ist, die Schaffer (handwerklich begabte Mitglieder der Enklave), die für die Herstellung von Werkzeugen und Gebrauchsgegenständen zuständig sind, die Jäger, die dafür sorgen, dass die Enklave sicher ist und mit Nahrung versorgt wird (hierzu gehört Zwei) und die Zeuger, die schönsten und klügsten Mitglieder, die für die Nachkommen zuständig sind.

Das Buch lies sich wirklich sehr gut lesen und mich hat die Geschichte so gebannt, dass ich das Buch an zwei Abenden beendet habe, aber ich war sehr traurig, dass die Story am Ende so schnell vorbei war, bzw., dass das Ende sehr offen ist. Es bleiben zu viele Fragen offen, die Charaktere haben sich meiner Ansicht nach noch nicht genug weiter entwickelt und für mich findet die eigendliche Geschichte am Ende erst an und die 345 Seiten davor waren eine sehr gute Einführung.

Fazit

Mich konnte der erste Teil so überzeugen, dass ich auf jedenfall schon gespannt auf den nächsten Teil warte. Bleiben doch zu viele Fragen offen. Da der zweite Teil jedoch noch nicht geschrieben wurde und somit noch nicht mal ein Termin für die englische Ausgabe existiert, werden wir Leser uns leider noch eine Weile gedulden müssen. Düstere und teilweise auch brutale Darstellung einer Zukunft, in der keiner von uns leben möchte. Ich vergebe 4 von 5 Möhrchen für einen gelungenen Auftakt.

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Eine Antwort zu [Rezension] Die Enklave von Ann Aguirre

  1. Sandrina schreibt:

    landet gleich mal auf meinem Wunschzettel 🙂

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